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Platz sparen
Im Allgemeinen
Selten verwendete Programme sollten nicht direkt auf die SSD installiert werden. Auch Downloads und Dokumente können auf die mechanische Platte. Man kann seine Benutzerordner in WindowsVista und Windows7 einfach verlegen indem man im Startmenü auf seinen Benutzernamen klickt. Daraufhin öffnet sich der Explorer mit den eigenen Ordnern. Diese alle markieren und rechtsklick "Ausschneiden". Jetzt zum neuen Bestimmungsort auf der mechanischen Platte navigieren. und dort "einfügen". Fertig!
Tipp: Die Ordner AppData und Desktop lasse ich jedoch meist auf der SSD. Sie werden nicht groß und stetig gebraucht.
Im Speziellen 1: Ruhezustand aus
Ruhezustand deaktivieren. Das Hiberfil.sys belegt Platz. Zwar gibt der Ruhezustand auf einer SSD richtig Gas, doch wer etwas knausrig sein will, kann ihr deaktivieren.
Unter WindowsVista und Windows7 einfach eine Kommandoprompt (Suchfeld im Startmenü CMD eingeben) als Administrator öffnen und:
powercfg -H off
Im Speziellen 2: WindowsXP vor der Installation mit nLite behandeln
Werbung in eigener Sache ;-). Naja, den Guide kennst Du sicher. Mittels nLite lassen sich nicht nur ein paar Megabyte einsparen, sondern auch gleich einige der hier empfohlenen Einstellungen schon bei der Installation vornehmen.
Im Spezielle 3: Systemwiederherstellung auf der SSD aus
In der Systemsteuerung unter System (ab hier unterscheiden sich die Wege zwischen XP, Vista und 7) findet sich die Systemwiederherstellung (bei XP direkt unter Systemwiederherstellung, bei Vista und 7 unter "Computerschutz"). Diese knapst sich bis zu 15% des wertvollen SSD-Speicherplatzes ab. Abschalten!
Im Speziellen 4: Eine RAM-Disk für Temporärdateien
(am Beispiel der Dataram RAM-Disk)
Wozu?
Die Temporärdateien werden ständig geschrieben, gelesen und gelöscht. Leider "vergessen" Programme gerne den letzten Schritt. Ferner sind die vielen Lese-/Schreibzugriffe nicht gesund für SSDs und ferner die Temp-Dateien nach dem Herunterfahren überflüssig. Eine RAM-Disk schafft Abhilfe. DataRAMs Ramdisk ist kostenlos, kann bis 4 GByte aufnehmen und ist leicht zu konfigurieren.
Lediglich das Konfigurationswerkzeug nervt mit einem einzigen Werbe-Popup.
Wie?
Schritt 1: Tool besorgen (DataRAM Homepage)
Schritt 2: Installieren
Schritt 3: Starten
Schritt 4: Größe der RAM-Disk festlegen. Als Minimum haben sich 384 MByte bei mir bewährt. Bei 4 GByte Arbeitsspeicher fehlen diese nicht wirklich. Achtung: Ein Nachträgliches Ändern ist aufwändig.
Schritt 5: Dateisystem festlegen: FAT32 (arbeitet mit 4k-Blöcken und hat so weniger "Verschnitt").
Schritt 6: RAMDisk starten.
Schritt 7: Ein Verzeichnis auf der SSD anlegen und dem Kind einen Namen geben bspw. C:\temp
Schritt 8: In der Systemsteuerung -> Computerverwaltung -> Datenträgerverwaltung rechtsklick auf die RAMDisk
Schritt 9: Laufwerksbuchstaben und Pfad ändern.
Schritt 10: Ob Du den Laufwerksbuchstaben löschst, überlasse ich Dir, jedoch solltest Du nun einen Pfad "Hinzufügen..." und zwar jenen, welchen Du in Schritt 7 angelegt hast. Du kannst beliebig viele Ordner hier "mappen". Diese müssen nur im Augenblick leer sein. Wichtig ist nur, dass dir klar ist, dass diese Daten nach einem Neustart für immer weg sind (es sei denn Du speicherst den Inhalt der RAMDisk beim Herunterfahren (dazu unten mehr). Ich habe neben C:\temp noch C:\MSOCache, C:\Windows\temp und C:\AdobeTemp gemapped.
Schritt 11: RAMDisk Speichern! Hierzu rein ins DataRAM-Configuration Utility auf "Load and Save" gehen und bei "Save Image" unter FileName eine Datei auf der SSD eingeben (bspw. C:\RAMDisk.img). Nun auf "Save Disk Image Now" klicken. Das dauert etwas.
Schritt 12: Haken bei "Load Disk Image at Startup". Dort den Pfad zum gerade gespeicherten Disk-Image setzen. Grund für die Reihenfolge: Es werden in dem Image auch die Mappings für das Laufwerk gespeichert.
Schritt 13: Den "Ort" für die Temporärdateien umdeichseln. Je nach Windows-Version ist das hier unterschiedlich. Es geht über die Systemsteuerung in System und "erweiterte Systemeinstellungen". Dort unter "Erweitert" und "Umgebungsvariablen" gehen. Oben siehst Du die Variablen, welche nur für diesen Nutzer gelten. Die Variablen TEMP und TMP solltest Du nun in "C:\temp" (bzw. in den Pfad wo die RAMDisk hin gemapped ist) ändern. Im Unteren Teil siehst Du "Systemweite" Variablen, sprich sie gelten für alle Nutzer. Auch hier findest Du TEMP. Diese ebenso ändern. Fertig!
Die Änderungen greifen sofort. Es muss nicht neu gestartet werden. Überlege Dir aber das alles gut, denn sobald Du eine Änderung (bspw. an der RAMDisk-Größe machen willst) musst Du eine komplett neue RAM-Disk anlegen und hierfür erst einmal alle Änderungen vorher rückgängig machen. Das Problem ist: Startet die RAM-Disk nicht bzw. ist beendet, startet auch DATArams Configuration Utility nicht mehr, da es nicht mehr in den TEMP-Ordner schreiben kann. Du musst also quasi einen neuen Temp-Ordner anlegen und die Variablen dort hin ändern. Ein Henne-Ei-Problem.
Das Pagefile.sys (wie jetzt schnelle Denker meinen) kann NICHT auf die RAMDisk, da die RAMDisk erst NACH dem Pagefile initialisiert wird!
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